Erkläre einfach und überprüfe es
Eine der wichtigsten Regeln der Kommunikation ist es, dass wir uns eindeutig und exakt ausdrücken. Dein Gegenüber sollte verstehen, was man sagen möchte. Die Gedanken sollten klar formuliert werden. Verzichte auf zu viel Fachjargon und unnötige Details, wenn du dich nicht an Profis wendest. Wenn du es sogar schaffst, etwas bildlich darzustellen beziehungsweise es in einer für sich sprechenden Bilder-Analogie zu erklären, unterstützt das die Wirkung zusätzlich. Und überprüfe, ob dein Gegenüber dich wirklich so verstanden hat. Das gilt natürlich immer auch umgekehrt: "Habe ich dich richtig verstanden, dass dir xxx wichtig ist"? Fasse so vorherige Aussagen mit anderen Worten zusammen, um Missverständnisse zu vermeiden.
Strukturiere dein Thema und fasse zusammen
Was? – Warum? – Was jetzt?
Problem – Lösung - Nutzen
Gliedere klar, worum es dir geht. „Um was (beziehungsweise wen) geht es? Warum ist das von Bedeutung? Was folgt jetzt daraus?“ erleichtert, deine Botschaft zu verstehen und zu behalten. Es kann sich lohnen, das Wesentliche der jeweiligen Botschaft nochmals prägnant zu wiederholen oder zusammenzufassen. Moduliere mit deiner Stimme - leiser und laut gibt je nach Thema zusätzliches Gewicht.
Überzeuge mit Argumenten und Wortwahl
Fasse die Argumente der Gegenseite positiv zusammen. Erst danach legst du deine Argumente dar und versuchst damit, die Meinung deines Gegenübers zu verändern. Versuche möglichst sachlich zu bleiben. So vermeidest du eine direkte Konfrontation, hörst zu und würdigst die entsprechende Meinung. Vielleicht ergibt sich daraus auch noch eine bessere Lösung. Verwende zudem anstelle "ja aber" ein "Ja genau UND" - der richtige Ton und die wohlwollende Wortwahl kann manchmal viel bewegen.
Betone die Entscheidungsfreiheit des Gegenübers
Wenn du bestimmte Gespräche, beispielsweise Verkaufsgespräche, mit dem Satz „Und natürlich ist es ihre Entscheidung“ beendest, gibst du die Kontrolle über die Entscheidung an deine Gesprächspartner offiziell zurück. Dies lässt sich auch mit einem anderen Beispiel veranschaulichen, indem du am Schluss dein Gegenüber fragst: "Wie sehen Sie das"? Allenfalls kannst du hier mit Empathie nochmals vertieft auf Punkte eingehen.
Kommuniziere achtsam
Halte im Moment einer Irritation inne und trete innerlich einen Schritt zurück, um die Situation unvoreingenommen zu analysieren: „Was ist hier eigentlich los?“ Der Vorteil daran, sich kurz in der Situation zu „verankern“, liegt darin, dass die Situation sich nicht weiter aufschaukelt, Zeit und Nerven kostet. Aktives Zuhören und eine positive, lösungsorientierte Einstellung können helfen, das Missverständnis oder den Streit zu überwinden. Gleichzeitig kannst du auch ergänzen: "ich sehe dich, was benötigst du, um mitzugehen"?
Nimm konstruktive Kritik an und übe sie
Sieh Kritik als Hilfestellung. Formuliere sie klar, wohlwollend, empathisch und auf Augenhöhe. So ist es für dein Gegenüber einfacher, sie anzunehmen und etwas zu ändern. ICH-Botschaften bieten sich dafür an. Stimme auch deine Körpersprache darauf ab. Wenn du selbst kritisiert wirst, betrachte berechtigte Kritikpunkte als Entwicklungschance und gib Fehler auch zu und bleib trotzdem jederzeit authentisch.
Konfliktmanagement & Chancennutzung